Rückenwind - Liedtexte
Ariette Bicyclette
Praecessio gyroscopica
Resistentia aëris
Hysteresis mechanica
Vis pedalis
Kreiselpräzession
Luftwiderstand
Mechanische Hysteresis
Pedalkraft
Freiheitsmaschine
Wind in den Haaren, Haare im Wind
so will ich fahr’n, weiß noch nicht wohin
will in die Welt, ganz leicht ist mein Sinn
Räder, die mich tragen
durch den Alltag, durch die Zeit
trete ich an für die Möglichkeit
von Abgas und Benzin befreit
Gedanken zu bewegen
Wind in den Haaren, Haare im Wind
so will ich fahr’n, weiß noch nicht wohin
will in die Welt, ganz leicht ist mein Sinn
Räder, die mich tragen
über Asphalt, vorbei an Beton
gleitet mein Rad begleitet von
einem rauschhaft schnellen Peloton
Komm, schließ dich an, denn es wartet schon
Wind in den Haaren, Haare im Wind
ich fahr’ durch die Straßen, Freiheitsmaschin’
ich will in die Welt, ich entdecke den Sinn
Klänge, die mich tragen
Spät am Abend, leere Stadt
steige ich heimlich nochmal aufs Rad
fliege durch die warme Luft
lös mich auf und werde zur Nacht
Das Fahrradgesicht
Cheltenham Chronicle – Samstag, 22. August 1896
Das Fahrradgesicht
“Fahrräder sind für vieles in unserem gesellschaftlichen Leben verantwortlich. Die „Fahrradfüße“ und die „Fahrradhände“ sind bereits in den medizinischen Annalen verzeichnet. Nun, so berichtet der Daily Telegraph, hat ein Arzt das „Fahrradgesicht“ entdeckt. Warum sehen Männer – und auch Frauen – so ängstlich, erschöpft und ausgezehrt aus, verglichen mit der Zeit, als sie sich noch dem Krocket, dem Rudern oder dem Rasentennis hingaben? Die erste Antwort wird wahrscheinlich lauten, dass sie auf zu späte Stunden, auf geschäftliche Sorgen oder auf die Auswirkungen des Tanzsaals zurückzuführen sind. Fehler. Diese Blicke sind auf das Fahrrad zurückzuführen.
Dieses beliebte Fortbewegungsmittel fahren zu lernen und, sobald diese Kunst erlernt ist, die vielfältigen Unfälle, zu denen es einlädt, zu vermeiden, verursachen eine solche Anspannung der Gesichtsmuskeln, dass selbst die offensten und freundlichsten Gesichtszüge einen eifrigen und sorgenvollen Ausdruck bekommen, der auch in den übrigen Stunden des Lebens anhält. Zumindest sagt das der Arzt – ein Mediziner aus London –, und er muss es wissen.”
The evolution of the wheel
In ancient days, in raftered room,
A maiden sat in darkening gloom;
The shifting shadows half conceal
Her movements at the spinning wheel.
Her industry showed spirit brave,
When woman to her wheel was slave.
Time made a change — machines to sew
Made lighter woman’s work below.
The maiden turns a wheel more new —
The spinning wheel is hid from view.
Mistaken joy, does she not feel
Still she is victim to a wheel?
In present years, another change
To woman brings a wider range.
A wheel now hers that’s come to stay,
That drives all drudgery away;
With health superb and air serene,
A slave, no longer, but — a queen!